Anhänger Kfz-Steuer

Für gebremste und ungebremste PKW-Anhänger muss eine Kfz-Steuer entrichtet werden. Diese Steuer ist einmal im Jahr fällig und der Betrag wird nach dem Bescheid an das Finanzamt abgeführt. Wie hoch der Betrag ausfällt, hängt von einer einheitlichen Berechnung ab. Die Basis der Berechnung ist das zulässige Gesamtgewicht des Anhängers, das in den Unterlagen aufgeführt wurde. 

Kfz-Steuer für den PKW-Anhänger

Wie bei der Kfz-Steuer für PKW, LKW, Wohnmobil, Motorrad usw. muss auch für den PKW-Anhänger eine Steuer an das Finanzamt entrichtet werden. Beim Anhänger wurde diese Steuer einheitlich bestimmt und beträgt 7,46 Euro für angefangene 200 kg Gesamtgewicht, jedoch wird nicht mehr als 373,24 Euro pro Jahr berechnet. Dabei ist es völlig gleichgültig, um welche Art von Anhänger es sich handelt und für welche Transportmaßnahmen er verwendet wird. Handelt es sich also beispielsweise um einen Tieflader, einen Hochlader, einen Kofferanhänger, einen Kipper oder einen Motorrad-Transporter, es wird immer dieselbe Steuerart von den Steuerbehörden angewendet.    

Die Berechnung der Kfz-Steuer für Anhänger ist also wenig kompliziert und die Einführung eines Höchstbetrags pro Jahr rundet das ganze nochmals ab. 

Steuerbefreiung von der Anhängersteuer durch das grüne Kennzeichen

Das Finanzamt lässt darüber hinaus sogar eine Befreiung von der Besteuerung zu. Die Steuerbegünstigung wird über ein grünes Kennzeichen verliehen, das am Anhänger als Nummernschild angebracht wird. Der Halter des Fahrzeugs kann das grüne Kennzeichen bei der örtlichen Zulassungsstelle beantragen. Es muss dem Antrag dabei allerdings eine Bescheinigung für die Steuerbefreiung des Anhängers beigefügt werden, die vom Zoll oder vom Finanzamt ausgestellt wird. Das Weiteren sollte noch der Personalausweis oder Reisepass, die Versicherungsbestätigung, der Zulassungsschein (also Fahrzeugschein und Fahrzeugbrief) der Nachweis zur HU (Hauptuntersuchung) und AU (Abgasuntersuchung) nicht vergessen werden.  

Die Vorschriften zur Steuerbefreiung des Anhängers werden im § 3 des Kraftfahrzeugsteuergesetzes (KraftStG) festgesetzt. Das grüne Nummernschild befreit den Fahrzeughalter durch dieses Gesetz komplett von der Kfz-Steuer für Anhänger. Allerdings müssen bestimmte Bestimmungen erfüllt sein, damit eine Zulassung mit dem grünen Kennzeichen durchgeführt werden kann.

Voraussetzungen für das Fahren mit einem Anhänger mit grünem Kennzeichen

Das grüne Kennzeichen unterscheidet sich nicht vom gewöhnlichen deutschen Nummernschild, natürlich mit Ausnahme der grünen Schrift. Es kann unter bestimmten Bedingungen an allen Fahrzeugarten ausgenommen von Krafträdern und Bussen angebracht werden. Sogar bei forst- und landwirtschaftlichen Fahrzeugen wie beim Traktor wird es häufig gesehen. Handelt es sich beim Anhänger um den Transport von Hunden oder Pferden, kann ein grünes Kfz-Kennzeichen ebenfalls erworben werden, wenn er exklusiv für sportliche Tätigkeiten eingesetzt wird. 

Das grüne Nummernschild kann neben dem PKW-Anhänger also auch für andere Fahrzeugtypen ausgestellt werden. Allerdings müssen bestimmte Richtlinien zur Steuerbefreiung vorliegen. Es können z.B. für den Anhänger zur Beförderung von Sportgeräten, Tieren für sportliche Aktivitäten und Rettungsgeräte eine steuerliche Befreiung durch das grüne Kennzeichen beantragt werden. 

Sonderregelung für Kfz-Anhänger - Anhängerzuschlag

Nach § 10 des Kraftfahrzeugsteuergesetzes (KraftStG) gibt es noch eine weitere steuerliche Sonderregelung für Anhänger. Dabei handelt es sich um den sogenannten Anhängerzuschlag. Das grüne Kennzeichen kann dadurch allerdings nicht für jedes Fahrzeug beantragt werden. Ist das Zugfahrzeug des Anhängers ein PKW, ein Kraftrad oder ein Wohnwagen und wurde auch so in den Fahrzeugpapieren angegeben, greift die Sonderregelung nicht. Sie gilt lediglich, wenn der Anhänger ausschließlich hinter Kraftfahrzeugen gekoppelt wird, für die neben der Kfz-Steuer ein Anhängerzuschlag erhoben wird oder die von der Kfz-Steuer befreit wurden.